Unsere Pädagogik will den Anforderungen der Gesellschaft mit denen der Familie verbinden. In festen Gruppen erfahren die Kinder Geborgenheit und Gemeinschaft, Halt und Orientierung. Der situationsorientierte Ansatz berücksichtigt bei der Planung und Gestaltung der Kindergartenkonzeption die individuelle Lebenssituation der Kinder. Ziele und Inhalte der Kindergartenarbeit werden aus der Analyse der konkreten Lebenssituation der Kinder abgeleitet und nicht als künstlich geschaffene Lebensorte verstanden.

Vier exemplarisch wichtige Bausteine unserer pädagogischen Arbeit wollen wir hier in wenigen Sätzen beschreiben.

Unsere Ziele: Aneignung von Wissen, aber nicht ausschließlich. Sondern auch sensorisch, motorisch, emotional, ästhetisch, kognitiv, mathematisch, sprachlich Entwicklungsbereiche begleiten, fördern und herausfordern.

  • Interkulturelle Erziehung

In unserer Kindertageseinrichtung leben Kinder unterschiedlicher Herkunftskulturen zusammen. Täglich lernen wir voneinander , üben Toleranz füreinander und entdecken Gemeinsamkeiten im täglichen Leben miteinander. Von der Sprachförderung, die auch für alle deutschsprachigen Kinder wichtig ist und in alle Bereiche des Alltags mit einfließt, profitieren insbesondere auch unsere Kinder aus nicht deutsch sprechenden Familien. Wir Mitarbeiter bringen allen Kulturen eine positive Grundeinstellung entgegen und bemühen uns bei den deutschen Kindern um Verständnis für die Situation der Kinder aus anderen Herkunftsländern.

  • Sprachförderung

Sprache findet bei uns im Haus mal laut, mal leise, mal singend, mal reimend, mal schnell, mal langsam, mal fremdklingend, mal bekannt statt. Sprache kann geheimnisvoll sein, sie kann trösten oder auch verärgern. Sie ist ein Hilfsmittel und ein stetiger Begleiter von Kindern und Erzieherinnen. Dabei ist es wichtig für uns Erzieherinnen, das wir unser Sprachverhalten immer wieder reflektieren, denn wir werden ganz genau beobachtet bzw. gehört (Vorbildfunktion). Durch eine interessierte, zuhörende Haltung und den Blickkontakt bieten wir den Kindern eine entspannte, kommunikative Zeit. Bücher, Lieder, Reime, Erzählrunden, Theaterbesuche und vieles mehr tragen zu einem guten Umgang mit Sprache bei. Im Vordergrund steht die Sprechfreude, deshalb wird ein Kind auch nicht verbessert sondern immer wieder dazu angeregt zu erzählen. Die Zweisprachigkeit von Migrantenkindern wird anerkannt und im Kindergartenalltag eingebaut. Dadurch fühlen sie sich angenommen und sind bereit bzw. neugierig auf die Sprache "Deutsch"

  • Bewegung

Die Kinder haben bei uns im Kindergarten die Möglichkeit sich altersentsprechend und entwicklungsspezifisch zu bewegen. Das passiert zum einen mit unterschiedlichen Materialien im Garten (Bäume, Hügel, Gräben, Wasserläufe, Tunnel, Schaukel, Rutschen. Fahrzeuge, Schlitten) und im Haus (Bewegungsraum, Bälle, Seile, Rollbretter, Treppen) und zum anderen durch gezielte Angebote mit dem/der ErzieherIn. Wichtig ist uns dabei, dass die Kinder immer die Möglichkeit haben bei diesen Prozessen mit zu wirken, dass heißt sie haben zum Beispiel Materialien im Garten zur Verfügung die sie unterschiedlich einsetzen können (Stämme, Seile, Äste). Oder sie können bei einem gezielten Angebot mit einer Kleingruppe Wünsche äußern. Auch achten wir darauf, dass unterschiedliche Bereiche im Garten die Kinder dazu animiert ihre Grenzen zu erweitern. Das Material soll sie herausfordern und ihre Kreativität und ihren Mut ansprechen. Natürlich werden diese Situationen von MitarbeiterInnen begleitet, so dass zum einen Gefahren ausgeschlossen sind und zum anderen ein Dialog entsteht. Mit unserem Bewegungsangebot wollen wir allen Kindern die Möglichkeit bieten ihre Kräfte auszutesten, ihren Körper besser kennen zu lernen, motorische Fähigkeiten zu festigen. Vergessen darf man dabei nicht die sozialen Komponenten. In einer Kleingruppe, die in Bewegung ist, entstehen Konflikte, Freundschaften, das Gefühl von Stärke oder auch Überlegenheit. Alles Bereiche die ihr Kind für die Zukunft stärkt.

  • Kreativität / Gestalten

Viel schneller als wir Erwachsenen sind Kinder in einem gestalterischen Prozess. Für ein „schönes“ emotionales Bild belegen wir einen Kurs in der Abendschule, während das Kind zu einem Werkzeug seiner Wahl greift und seine Ideen und Vorstellungen umsetzt. Ist die Wahlmöglichkeit groß und kann das Kind ungehindert an alle Materialien heran, hat es die Möglichkeit seine schöpferischen Kräfte freien Lauf zu lassen. Dieses ermöglichen wir den Kindern in unserer Einrichtung. Die Kinder haben im Gruppenraum, am klassischen Maltisch, genauso die Gelegenheit sich kreativ auszudrücken, wie auch im Werkraum oder im Garten. Dabei bieten wir Materialien an, wie z.B. Sand, Ton, Lehm, Gips, Kleister, Zement, Ytong, Speckstein, Holz, Kacheln, Perlen, Farben aller Art, Stoff, Wolle, Pappe, Plastik. Ziel ist es, das Kennen lernen und be -greifen von unterschiedlichem Material sowie das ausdauernde Arbeiten an einem Projekt. Auch Feinmotorik, Körperkoordination und Farbwahrnehmung werden angeregt. All dies kann in Einzelarbeit aber auch in Gruppenarbeit geschehen. Neben dem Arbeiten mit dem festen Material gibt es aber auch die Möglichkeit mit Liedern oder selbstausgedachten Geschichten kreativ zu gestalten. Und auch dieser Bereich ist fester Bestandteil unserer Arbeit. Bei all den verschiedenen Projekten ist der/die ErzieherIn Begleiter der Kinder und stellt sein eigenes ästhetisches Empfinden dem des Kindes unter.